Tomate Islebia (Samen) Art: Stabtomate Fruchttyp: Cocktailtomate Wuchshöhe: ± 1,80 m (indeterminiert) Ursprüngliche Herkunft: Deutschland (DDR) Fruchtreife: mittel Geschmack: saftig, zartes Fruchtfleisch, ausgeglichenes Süß-Säure-Verhältnis Eigen ermitteltes Durschnittsfruchtgewicht: 50 g Geschützer Anbau: ja Freilandanbau: nein Anbauart: Unverhütet Saatgutjahr: 2026
Die Tomatensorte Islebia ist eine historische deutsche Züchtung aus der ehemaligen DDR. Sie entstand aus der Zuchtarbeit des VEG „Walter Schneider“ in Eisleben unter dem Tomatenzüchter Christoph Kleinhanns und wurde 1986 in der DDR zugelassen. Auch nach der Wiedervereinigung blieb die Sorte noch einige Jahre in der deutschen Sortendokumentation erhalten. Ihren Namen verdankt sie der Stadt Eisleben, deren historische lateinische Bezeichnung Islebia lautet. Kleinhanns entwickelte zwischen 1973 und 1997 zahlreiche Tomatensorten und verwendete bei mehreren seiner Züchtungen den Anfangsbuchstaben „I“ als Hinweis auf den Standort Eisleben. Islebia wird heute in historischen Sortenübersichten auf der Roten Liste gefährdeter Sorten geführt.
Islebia wächst sehr schmal, indeterminiert und erreicht eine Höhe von etwa 1,80 m. Die mittel reifende Stabtomate sollte während des Wachstums regelmäßig ausgegeizt und angebunden werden. Eine mehrtriebige Erziehung, mit bis zu 3 - 4 Trieben, ist aufgrund des schmalen Wuchses sehr gut möglich. Für den Anbau empfiehlt sich ein geschützter Standort unter Dach oder das Gewächshaus.
Die Früchte, als Cocktailtomaten eingeordnet, erreichen ein selbst ermitteltes Durchschnittsgewicht von etwa 50 g. Das zarte und saftige Fruchtfleisch hat ein ausgewogenes Süß-Säure-Verhältnis.
Islebia verbindet eine dokumentierte DDR-Züchtergeschichte mit den Eigenschaften einer mittel reifenden Stabtomate. Die historische Herkunft aus Eisleben, die Namensgebung durch Christoph Kleinhanns und die Aufnahme in die damaligen Sortenverzeichnisse machen diese Sorte aus geschichtlicher Sicht interessant und vor allem auch erhaltenswert.

